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Woche 3 – Umzug und Roboter die 2.

Montag morgen, ich packe die letzten Sachen und mache noch ein paar Erinnerungsfotos vom/im Hostel.

Mein Hostelzimmer kurz bevor ich es verlasse – und genau im Moment des Fotos f├Ąllt der Rucksack vom Stuhl ­čśë

Mein Hostelzimmer kurz bevor ich es verlasse

Mein Hostelzimmer kurz bevor ich es verlasse

Mein Hostelzimmer kurz bevor ich es verlasse

Der Hostel-Garten

Der Hostel-Garten

Hostel-Wohnbereich

Hostel-K├╝che

Dann steige ich in den Bus, fahre zur Uni und laufe von da zu meinem neuen Haus. Irgendwie hatte ich gedacht, gestern Abend schon alles gro├če und schwere dort hin gebracht zu haben – aber mein Rucksack wiegt doch enorm viel. Schon wieder ein Fu├čmarsch, der einem irgendwie sehr lang vorkommt ­čśë

„Mein“ Haus – die neue WG

Der Garten – inkl. Hundezwinger. Fehlt nur der Hund…

Der Garten

Im Garten – Unser Haus von hinten

Das wichtigste Utensil ist schon da – der Grill! Wenn auch noch etwas rostig…

Im Wohnzimmer herrscht noch g├Ąhnende Leere

K├╝che

K├╝che – Immerhin eine Mikrowelle und ein Toaster sind schon da ­čÖé

Backofen und Herd

Mein Zimmer – auch hier ist es noch sehr leer. Ein Bett habe ich immerhin schon.

Mein Zimmer – einen ganz einfachen Stuhl habe ich erstmal, einen besseren bekomme ich noch.

Ein Magpie (Fl├Âtenvogel) wartet schon drau├čen ­čÖé

Danach ist erstmal ein Tag in der Uni angesagt. Doch Nathan ist mal wieder schwer besch├Ąftigt. Ich finde zwar noch ein paar Demoprogramme, die mir ein paar Fehler in meiner Steuerung zwischen LabView und dem Roboter zeigen, aber laufen tut es danach trotzdem nicht. Nathan verspricht mir, dass wir uns da morgen drum k├╝mmern. Und da ich so nicht mehr weiter komme, mache ich fr├╝her Feierabend. Ist eh noch genug zu tun! Zur├╝ck im Haus treffe ich dann meine Vermieter. Sie bringen gerade einen K├╝hlschrank, sowie zwei Sofas und einen Tisch f├╝r den Wohnbereich – langsam wird es wohnlich ­čÖé Au├čerdem hab ich jetzt au├čer einem Bett und einem Stuhl auch einen Schreibtisch. Der Stuhl wird auch nochmal gegen einen besseren durchgetauscht. Und einen dritten Bewohner haben wir jetzt auch – „Ting“ kommt vorbei. Ting ist gerade aus Thailand angekommen. Ich glaube, er studiert auch einen Ingenieursstudiengang im 1. Semester. Ist aber schwer rauszubekommen – er lernt n├Ąmlich gerade erst Englisch… Das wird noch spannend mit der Verst├Ąndigung in n├Ąchster Zeit! Danach ist Gro├čeinkauf bei Woolworths angesagt. Puuuh teuer. Dabei hab ich doch nur ein bisschen Grundversorgung an Lebensmitteln gekauft…

Dienstag: Nathan hat endlich Zeit, mir mit meinem LabView-Problem zu helfen. Zun├Ąchst verzweifelt er selbst daran. Puh, das beruhigt. Dann war ich doch nicht nur zu bl├Âd ­čśë Nachdem dann aber alles l├Ąuft, ist mit meiner ├ťbungsgeschichte langsam alles durch. Nun kann es an den gro├čen Roboter gehen. Dort kopieren wir ein paar Daten und Programme und dann kann ich zur├╝ck im Labor diesen Roboter simulieren und programmieren. Die Arbeit im Labor ist hart – die ersten geben auf.

M├╝de und aufgegeben – Schlafen ist angesagt!

Abends zu Hause bekommen wir dann auch Kleiderschr├Ąnke. Jetzt ist f├╝r mich langsam alles n├Âtige da, au├čer Internet. Aber da wollten sich die Vermieter Sonntag oder Montag drum gek├╝mmert haben, das zu beauftragen. Wobei: Ein Fernseher k├Ânnte auch nicht schaden…

Mittowch: Unspannend. Roboterprogrammierung f├╝r den gro├čen Roboter. Aber auch der ist schnell bezwungen. Ich komme nicht so recht weiter. Mir fehlt die Premiumlizenz f├╝r die Software und die neueste Version der Software, sonst kann ich die Kraftmessung nicht simulieren und keine Objekte in den Raum einbauen. Aber Nathan hat mal wieder keine Zeit ^^ Abends zieht Ting dann auch ein. Jetzt sind wir also zu dritt ­čÖé Sein Englisch ist doch besser als es zu Anfang wirkte – bei der Besichtigung hatte er ja extra einen Bekannten als ├ťbersetzer mitgebracht. Aber ist trotzdem noch viel zu tun an seinem Englisch… Naja, an meinem ja vielleicht auch, wer wei├č ­čśë Wobei die Vermieterin entgeistert geguckt hat, als ich sagte, dass ich gerade erst hier angekommen sei. Sie sagt mein Englisch sei besser als das eines deutschen Freundes, der seit 35 Jahren in Australien wohnen w├╝rde. ├ľ├Â├Â├Â├Âhhh….

Donnerstag: Was soll ich sagen: Nathan hat keine Zeit. So hab ich immer noch nicht die CD mit der Software. Ich k├Ânnte sie runterladen. Dann h├Ątte ich zwar immer noch keine Premiumlizenz aber immerhin die neue Software, mit der hoffentlich der Kraftsensor zu simulieren ist. Aber die ist 1,5GB gro├č und ich darf maximal 2GB pro halbem Jahr (!) ├╝bertragen. Runterladen f├Ąllt flach ^^ Langweilig…

Freitag: Ganz was neues: Nathan hat keine Zeit… Irgendwann schaut er aber dann doch bei mir vorbei und fragt mich, ob ich es schon geschafft habe, die Simulation des Kraftsensors zum Laufen zu bekommen. Ist n├Ąmlich nicht klar, ob das klappen wird. Dann f├Ąllt ihm ein, dass ich das ja gar nicht probieren kann, weil die passende Software fehlt, die er mir liefern wollte. Er entschuldigt sich ca. 10x und verspricht mir, dass er mir die Software Montag geben kann. Na hoffen wir das mal! Ich gehe zu der „Good Life Series“, eine Vortrags- und Gespr├Ąchsreihe der Uni. Thema ist heute „Auslandsstudium“, ganz interessant die Erfahrungen eines anderen Studenten zu h├Âren. Wobei es eigentlich eher darum geht, von hier aus zu starten und wo anders hinzugehen. Da aber nur Studenten anwesend sind, die selbst aus dem Ausland kommen, wird das Thema und das Gespr├Ąch etwas gedreht ­čśë Und einen weiteren Grund, hier her zu kommen, gibt es noch: Es gibt kostenlos ein paar St├╝ckchen Pizza! ­čśÇ Auf dem Weg dorthin treffe ich auch noch Grant aus dem Hostel. Er ist eigentlich auf dem Weg zum Arzt, irgendwas an seinem Auge hat sich entz├╝ndet. Ich kann ihn aber von der kostenlosen Pizza ├╝berzeugen und er kommt auch mit ­čśë

Samstag: Unsere Vermieter schauen wieder vorbei. Sam hat n├Ąmlich noch gar keinen Vertrag. Und sie schlie├čen die Fernsehkabel an. Fehlt allerdings ja noch der passende Fernseher ­čśÇ Au├čerdem erfahren wir, dass sie sich demn├Ąchst um Internet k├╝mmern wollen. WAS? Studenten ohne Internet ist so wie Familien ohne Strom und Wasser. Und jetzt ist eine Woche rum und noch nicht mal was beauftragt? Wann kann ich hier wieder ausziehen??? ­čśë Ich habe 50$ daf├╝r bezahlt, um eine Weile mit meinem Handy online gehen zu k├Ânnen. Das wird aber maximal 2 Wochen reichen. Eher weniger. Wollen die mich arm machen??? Naja, Sam ist genau so gut drauf deswegen. Und Ting kommt aus seinem Zimmer und fragt, wann wir das Internet nutzen k├Ânnen. Bingo! Genau ins Schwarze ­čśë Man verspricht uns, dass man sich jetzt doch sehr bald drum k├╝mmern werde. Was ist daran eigentlich so schwer? Das m├╝ssen wir immerhin selbst bezahlen und es kommt auf die Miete oben drauf, an Kosten kann es also nicht liegen… Ist wohl mal wieder die australische „easy-going“-Mentalit├Ąt. So angenehm das sonst auch ist, diese Woche ging sie mir tierisch auf den Keks, so kann man ja nicht arbeiten hier…
Danach versuche ich, den Mount Keira zu besteigen. Mit 464m H├Âhe ist das eher ein H├╝gel f├╝r mich als jemand, der sonst regelm├Ą├čig in den Alpen unterwegs ist. Ich bin allerdings gerade ziemlich aus der Kondition und fr├╝h ist der Tag auch schon nicht mehr.

Mount Keira – das Wetter sieht auf dem Bild ja gruselig aus. Eigentlich war es einfach nur bew├Âlkt…

Also beschlie├če ich, nur bis zum Ring-Trip auf gut halber H├Âher zu gehen. Unterwegs ist noch eine Aussichtsplattform.

Ausblick von der Aussichtsplattform auf Wollongong

Am Ring-Trip angekommen ist es aber doch noch viel zu fr├╝h zum Umkehren und ich beschlie├če, den Ring ein St├╝ckchen entlang zu laufen. Bis ich irgendwo rauskomme, wo ich laut Karte nie h├Ątte landen d├╝rfen, vorbei an ein paar „road closed“ und „bridge closed“ Schildern. Och n├Â… Was soll das denn jetzt? Erstens: Warum schreibt man nur von einer Seite, dass der Weg gesperrt ist? Ich hatte mich schon gewundert, warum der in recht schlechtem Zustand ist. Wobei, da waren nur Autofahrer durchgestrichen, das Fu├čg├Ąngersymbol war nicht durchgestrichen. Also doch nicht gesperrt? Und auf der anderen Seite war kein Schild. Wie zum Henker soll man den Trampelpfad auch mit einem Auto nehmen? Und au├čerdem: Wo genau bin ich? Und wie bin ich hier her gekommen? ­čśë Auf meiner Karte sehe ich gar keinen Weg, der hier h├Ątte herf├╝hren d├╝rfen. Und eine Abzweigung hab ich auch nirgendwo gesehen. Naja, also kann ich hier auch nur zur├╝ck – das lasse ich angesichts des schlechten und gesperrten Weges lieber oder ich kann einen Weg zur├╝ck zum Ring-Trip nehmen und den entlang entweder einmal rum oder zur├╝ck halb rum zu meinem Start laufen. Sollte aber kein gro├čer Unterschied sein. Verdammt ich wollte doch den Ring-Trip gar nicht komplett gehen. Das ist zu weit f├╝r heute und f├╝r die Uhrzeit. Aber in die andere Richtung ist eine Autobahn im Weg, da komme ich nirgendwo r├╝ber. Also bleibt mir nichts anderes ├╝brig. Ich begebe mich auf die Suche nach dem Weg, der zur├╝ck zum Ring-Trip f├╝hrt. Ich finde alles, aber nicht den Weg. Als ich denke, dass ich ihn hab, kommt pl├Âtzlich ein Schild „trip to top“ – Weg zum Gipfel? Nein! Verdammt das ist ja noch weiter… Ahhhh… Ich verlaufe mich ja immer mehr. Also zur├╝ck zu dem Punkt, wo ich angekommen bin. Wenn ich nicht gleich den Weg finde, gehe ich doch den gesperrten zur├╝ck. Sonst wird es n├Ąmlich dunkel… Dann finde ich ihn aber doch. Und eine ausgeh├Ąngte Wanderkarte, die mir auch den gesperrten Weg mal zeigt. Ah, es gibt ihn also doch offiziell! Daf├╝r zeigt die den Weg nicht, wo ich urspr├╝nglich hergekommen bzw. aufgestiegen bin. Na super… Vern├╝nftiges Kartenmaterial wird ├╝berbewertet. Aber ich hab ja jetzt den Weg zur├╝ck zum Ring-Trip. Doch von diesem komme ich bestimmt noch 3-4x ab. Gut pr├Ąparierte und Wege und besonders Wegmarkierungen werden hier eindeutig ├╝berbewertet. Wandern in den Alpen ist deutlich einfacher! Wenn ich jetzt nicht gleich den Weg wiederfinde, muss ich dringend zur├╝ck zum gesperrten Weg, sonst wirds dunkel. Au├čerdem wird es anstrengend – so weit wollte ich doch heute gar nicht. Und immer wieder den Berg rauf, den Berg wieder runter. Argh. Dann finde ich den Weg wieder und treffe auf den Ring Trip. Na endlich! Dann kann ich jetzt ja auch schauen, wo ich falsch abgebogen bin! Bevor es so weit ist, komme ich aber auch von diesem Weg nochmal ab. Es macht keinen Spa├č mehr. Wann f├╝hren die hier endlich Wegmarkierungen ein? Oder pr├Ąparieren die Wege besser? Immerhin kommen mir wieder Leute entgegen, schon mal wieder ein gutes Gef├╝hl ­čÖé Dann treffe ich auf eine Stra├če. Hmmm laut Karte soll hier der Ring-Trip weitergehen und eine Abzweigung zu meinem Weg zur├╝ck ins Tal abgehen. Ich sehe aber nur einen Weg. Och n├Â├Â. Naja, nehme ich halt den einen, den ich finde – mehr Auswahl hab ich ja eh nicht. Dann komme ich tats├Ąchlich an der Stelle raus, wo ich dachte, dass ich am Ring Trip bin und den gesperrten Weg erwischt habe. Immerhin wei├č ich jetzt wieder, wo ich bin. Aber dass man hier falsch abbiegt, ist nur verst├Ąndlich. Kein Schild, keine Markierung, kein gar nix… Das war halt gar nicht der Ring-Trip. Naja ist mir langsam egal, ich muss weiter, es d├Ąmmert. Aber mir kommen weiterhin Leute entgegen – alles noch gut ­čÖé Die ersten haben aber schon Taschenlampen dabei. Naja, ich auch, f├╝r den Notfall ist man ja immer vorbereitet. Aber noch braucht man sie nicht, noch ist es hell. Dann geht es schnell runter.┬áVon hier aus war es ja echt nicht mehr weit. Noch schnell ein Foto von der Aussichtsplattform – die Sicht ist jetzt besser und die ersten Lichter werden angeschaltet.

Ausblick von der Aussichtsplattform auf Wollongong – diesmal auf dem R├╝ckweg. Jetzt sind es nur noch 10-15 min. bis zur Uni

Mit der langsam einbrechenden Dunkelheit komme ich dann auch wieder am Start meiner Tour an der Uni an. Puh. Noch eine halbe Stunde l├Ąnger und ich h├Ątte die Taschenlampe wirklich gebraucht, dann w├Ąre es dunkel geworden/gewesen. Immerhin war ich aber ja nicht alleine unterwegs sondern traf viele andere Leute. Sonst h├Ątte mir das auch langsam Sorgen gemacht. Statt einer kleinen Tour von 1-1,5 Stunden war ich nun fast 4 Stunden unterwegs. Das war nicht geplant! Bin auch ziemlich fertig… Aber geschafft. F├╝r das n├Ąchste Mal hab ich jetzt wenigstens die Wege schon ausgekundschaftet… ­čśë

Sonntag: Ich gehe den Tag ruhig an. Gestern war anstrengend genug, habe etwas Muskelkater und eh noch eine ganze Menge Organisatorisches zu erledigen. Irgendwie geht es mir aber auch allgemein gerade nicht so gut… Fr├╝h schlafen ist angesagt! Morgen fr├╝h ist schlie├člich wieder Uni!

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2 Responses to “Woche 3 – Umzug und Roboter die 2.”

  1. wolfi sagt:

    Servus Tobias,

    hast dich ja schwer ins Zeug gelegt mit deinen tollen Berichten. Such dir doch mal einen Verlag, der ist bestimmt von deiner Berichterstattung angetan. Saustark kann ich da nur sagen. Dazu wunderbare Bilder. Dir geht`s ja richtig gut. Kann man richtig neidig werden. Bin seid gestern wieder aus dem krankenhaus entlassen. Bin gespannt, ob ich nach dieser OP besser h├Âren kann. Im Moment nur ganz wenig…der Geh├Ârgang ist noch weitgehend mit Tamponade zu und kommt erst in 3 Wochen raus. Dir weiterhin viel Spa├č und Freude. Ich schick dir viele liebe Gr├╝├če auch von Renate

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